Frau Welzer zu Gast in der Schule

Im Rahmen der Kooperation zwischen der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule und dem Wohnstift Mönchfeld besuchte Gisela Welzer die Klasse 9a. Im offenen Austausch erzählte sie aus ihrem Leben, beantwortete die Fragen der Schülerinnen und Schüler und gab ihnen wertvolle Gedanken mit auf den Weg.

Ein besonderer Vormittag brachte im Rahmen der Kooperation zwischen der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule und dem Wohnstift Mönchfeld zwei Generationen miteinander ins Gespräch. Gisela Welzer, Bewohnerin des Betreuten Wohnens im Wohnstift Mönchfeld, war von Klassenlehrerin Frau Nikic eingeladen worden, die Klasse 9a zu besuchen und den Jugendlichen aus ihrem Leben zu erzählen.

Bereits der Empfang zeigte, wie sehr sich die Schülerinnen und Schüler auf den Besuch vorbereitet hatten. Mit selbst gestalteten Willkommensplakaten, Kaffee, selbstgebackenen veganen Cookies und einem liebevoll gestalteten Erinnerungsalbum hießen sie Frau Welzer herzlich willkommen. Das Album erinnerte sie an die Poesiealben ihrer Jugend und bereitete ihr große Freude. 

In der anschließenden Gesprächsrunde beantwortete Frau Welzer offen und geduldig die zahlreichen Fragen der Jugendlichen. Sie berichtete von ihrer Kindheit, ihrem Lebensweg und den Herausforderungen, die sie im Laufe ihres Lebens gemeistert hat. Auf die Frage nach der wichtigsten Erfindung ihres Lebens antwortete sie ohne zu zögern: „Der Rollator.“ Für sie bedeute er Mobilität, Selbstständigkeit und die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen. Auch erzählte sie von ihren Reisen, ihrem heutigen Alltag und davon, wie ihr Patenkind sie bei digitalen Angelegenheiten unterstützt. Außerdem berichtete sie, dass sie seit über einem Jahr gerne im Betreuten Wohnen des Wohnstifts Mönchfeld lebt. 

Zum Abschluss fragte Schulleiterin Frau Heck, welchen Rat Frau Welzer den jungen Menschen mit auf den Weg geben möchte. Ihre Antwort war ebenso einfach wie eindrucksvoll: „Nehmt die Gelegenheiten wahr, wenn sie sich euch bieten.“ Besonders wichtig war ihr aber noch eine zweite Botschaft. Da die Schule gleichzeitig als Wahllokal genutzt wird, erinnerte sie sich daran, dort früher selbst ihre Stimme abgegeben zu haben. Deshalb appellierte sie an die Schülerinnen und Schüler: „Bitte geht wählen. Es gibt so viele Länder, in denen das nicht möglich ist.“ 

Die 90 Minuten der Doppelstunde vergingen wie im Flug. Für alle Beteiligten war die Begegnung eine wertvolle Erfahrung, die eindrucksvoll zeigte, wie bereichernd der Austausch zwischen den Generationen sein kann.